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Wissen und Inspiration

Osteoporose - Einflussfaktoren, PrÀvention und Therapie

fobimarkt Redaktion   •   30.06.2023

Lesezeit: 3,5 Minuten

Osteoporose ist eine der verbreitetsten Volkskrankheiten der Welt. Wir zeigen dir die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Osteoporose und welch hohen Stellenwert die Trainingstherapie auf Prävention und Therapie besitzt!

Alleine in Deutschland leiden schätzungsweise sechs Millionen Menschen an Osteoporose. Sie führt zu einer Reduktion der Knochenmasse und zu einer verminderten Knochenfestigkeit, welche mit einem erhöhten Frakturrisiko einhergeht. Typische Symptome sind Knochenbrüche, welche schon bei leichten Krafteinwirkungen oder unkomplizierten Bewegungen (z.B. Hebebewegungen) auftreten. Am häufigsten treten Brüche an Wirbelkörpern und am Oberschenkelhals auf.

Arten der Osteoporose

  • Postmenopausale Osteoporose: Diese Art hängt direkt mit dem menopausalen Rückgang des Östrogenspiegels zusammen. Selbst bei alltäglichen Dreh- und Hebebewegungen kann es zu Frakturen der Wirbelkörper kommen. Die Folge dessen können beispielsweise Deformierungen oder Fehlhaltungen der Wirbelsäule sein.
  • Osteoporose im höheren Lebensalter: Diese tritt häufig ab dem 75. Lebensjahr auf. Oft kommt es dabei zu hüftgelenksnahen Frakturen.
  • Osteoporose durch Medikamente: Durch die langanhaltende Einnahme von Medikamenten wird der Knochenstoffwechsel durch die Nebenwirkungen gestört und es kann zu einer Osteoporose kommen. Medikamente, bei denen dies häufig der Fall ist, sind zum Beispiel: Kortison, Antidepressiva oder Antiepileptika.

Weitere Faktoren

Weitere Faktoren, die eine Osteoporose begünstigen, sind:

  • Zigaretten
  • Alkohol
  • Ungesunde Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Untergewicht

Therapie

Patient:innen wird häufig zu mehr Kalzium oder Vitamin-D geraten, um den Knochenabbau zu stoppen und den Knochenaufbau zu fördern. Bei schwereren Fällen der Osteoporose werden weitere knochenfördernde Medikamente gegeben. Außerdem wird Patient:innen zu sportlichen Aktivitäten wie Kraftsport oder Gymnastik geraten, denn durch diese wird der Knochenaufbau stimuliert. Sportarten, von denen bei einer aktiven Osteoporose abgeraten wird, sind das Turnen oder Ski fahren, da bei diesen Sportarten die Verletzungsgefahr deutlich erhöht ist.

Prävention

Damit sich Osteoporose möglichst gar nicht entwickelt, hat sich Sport als geeignete präventive Maßnahme erwiesen. Denn durch körperliche Aktivität werden die Knochendichte gesteigert und die Knochenfestigkeit gestärkt. Das Training kann spezifisch auf den Knochen abgestimmt, um den größtmöglichen Einfluss auszuüben.

Knochenspezifisches-Training

Die folgenden vier Trainingsinhalte haben die höchsten Effekte auf den Knochen:

  • Übungen mit hohen axialen Belastungen, höher als die Gravitation (z.B. Verschiedenste Arten von Sprüngen)
  • Übungen mit hohen muskulären Spannungsspitzen (z.B. Krafttraining)
  • Übungen welche den Knochen variabel beanspruchen (z.B. Schnelle Richtungswechsel / Verschiedene Bewegungsmuster)
  • Übungen welche die intensitätsbetonte Variante einer Sportart beinhalten (z.B. Sprint statt Langlauf)

Vereinfacht heißt das: Sportarten wie zum Beispiel Kraftsport oder auch Sportspiele sind förderlich für den Aufbau von Knochenmasse und wirken somit präventiv zur Osteoporose-Entwicklung.

Fortbildungen

Bei der Osteoporose-Prävention und Behandlung ist es wichtig, mehrere Faktoren zu berücksichtigen, um Kund:innen als Physiotherapeut:in oder Trainer:in zu unterstützen. Dazu zählen beispielsweise Alter, Geschlecht, sportliche Vorerfahrungen und auch die Verletzungs- und Krankheitshistorie der Patient:innen. Um diesen Herausforderungen gewappnet zu sein, werden verschiedenste Fortbildungen angeboten, welche bei der Betreuung von Osteoporose-Patient:innen unterstützen.

Fazit

Entscheidend bei der Therapie der Osteoporose ist die Prävention. Denn wenn im ersten Lebensabschnitt genug Knochenmaterial aufgebaut wurde, profitiert der Körper im höheren Lebensalter von der besseren Knochenstruktur. Außerdem ist es wichtig, Menschen über eine für den Knochen gesunde Lebensweise aufzuklären und eventuelle Osteoporose-Risikofaktoren frühzeitig zu überprüfen.

Quellen:

Kemmler, W., von Stengel, S., Weinecke, J., Engelke, K., (2003). Empfehlungen für ein körperliches Training zur Verbesserung der Knochenfestigkeit: Schlussfolgerungen aus Tiermodellen und Untersuchungen an Leistungssportlern. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin. Jahrgang 54, Nr. 11. Abgerufen von: https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2003/heft11/a01_11_03.pdf

Moreira LD, Oliveira ML, Lirani-Galvão AP, Marin-Mio RV, Santos RN, Lazaretti-Castro M. Physical exercise and osteoporosis: effects of different types of exercises on bone and physical function of postmenopausal women. Arq Bras Endocrinol Metabol. 2014 Jul;58(5):514-22. doi: 10.1590/0004-2730000003374. PMID: 25166042.

Benedetti MG, Furlini G, Zati A, Letizia Mauro G. The Effectiveness of Physical Exercise on Bone Density in Osteoporotic Patients. Biomed Res Int. 2018 Dec 23;2018:4840531. doi: 10.1155/2018/4840531. PMID: 30671455; PMCID: PMC6323511.

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