Ergotherapie

Weiterbildungen für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten online buchen.

Die Ergotherapie. Weiterbildungen für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten.

Ergotherapie leitet sich aus dem griechischen Wort “ergon” ab, was als Aktivität oder Leistung übersetzt werden kann. Ergotherapeuten:innen legen den Fokus auf die Unterstützung von Menschen aus jeder Altersgruppe, die eine eingeschränkte Handlungsfähigkeit kennzeichnen. Mit der Hilfe von Therapiemethoden wie beispielsweise verschiedenste Aktivitäten, Umweltanpassungen und Beratung sollen bedeutungsvolle Aktivitäten des Alltags und die soziale Teilhabe in der Gesellschaft ermöglicht werden. Ein oberstes Ziel des Berufs, der Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA entstand, ist die Verbesserung der Lebensqualität der Patient:innen. Die Ergotherapie grenzt sich insbesondere aufgrund ihres ganzheitlichen Ansatzes von anderen medizinischen Heilberufen ab. Dieser besagt, dass anders als beispielsweise in der Physiotherapie das ganze System des Menschen in die Behandlung mit einbezogen wird. Sowohl die Sensorik und die Motorik als auch geistige Prozesse können Teil der Therapiemethode sein.

Wo die Therapie stattfindet, ist dabei unterschiedlich. Es existieren sowohl psychiatrische und psychotherapeutische Kliniken als auch teilstationäre Tageskliniken. Auch Ambulanzen und Praxen werden als Standorte genutzt. Die Angebote von ergotherapeutischen Behandlungen unterscheiden sich aber nicht nur in ihrem Ort, sie lassen sich auch in verschiedene Größen unterteilen. Je nach Ziel und Zielgruppe der Sitzungen werden diese als Einzeltherapie, mit wenigen Personen oder als Gruppentherapie durchgeführt. Die Entscheidung über die richtige Gruppengröße wird nach Einschätzung der individuellen Einschränkung und Belastbarkeit getroffen. Therapien in einer Gruppe werden zum Bespiel genutzt, um kommunikative und soziale Fähigkeiten zu trainieren.

Ergotherapeut:innen kommen in mehreren verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Während bei der Behandlung von psychischen Störungen mentale Prozesse eine Rolle spielen, steht in der Neurologie das Wiedererlangen von körperlichen und geistigen Fähigkeiten im Vordergrund. Die beiden Bereiche werden durch die Arbeit in der Orthopädie nach Unfällen und durch die Geriatrie ergänzt. Letzteres steht für die Therapie mit älteren Menschen. Im Einsatzbereich der psychischen Störungen sind die Therapeuten teilweise besonders gefordert. Hier kann es durchaus zu Risiken für die Behandelnden kommen. Die Erkrankung der Patientin oder des Patienten und die Einnahme von Medikamenten können den Therapieerfolg maßgeblich beeinträchtigen und erfordern deshalb sowohl hohe fachliche als auch menschliche Kompetenz. Je nach Einsatzgebiet unterscheiden sich auch die Therapiemethoden, die in den Sitzungen verwendet werden. Bekannte und häufig verwendete Formen sind die Therapie nach Affolter, die Feldenkrais-Methode, die MELBA (Merkmalprofile zur Eingliederung Leistungsgewandelter und Behinderter in Arbeit), das Perfetti-Konzept, psychosoziale Behandlungsverfahren und die sensorische Integration.

Die Ergotherapie als Behandlungsmethode ist von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt. Sollte für Bedürftige also eine ergotherapeutische Behandlung notwendig sein, so übernehmen die Krankenkassen die anfallenden Kosten der Therapie für die Patient:innen. Auf Seiten der Ergotherpeut:innen besteht außerdem eine Fort-& Weiterbildungspflicht. Das bedeutet, dass die Therapeut:innen in einem festgelegten Zeitraum eine gewisse Anzahl von Unterrichtseinheiten besucht haben müssen.

  • Welche Fortbildungen und Weiterbildungen sind für Ergotherapeuten geeignet?

    Für Ergotherapeut:innen sind Anpassung- oder Aufstiegsweiterbildungen geeignet. Deshalb ist eine Fort-/Weiterbildung insbesondere für bereits gelernte Therapeut:innen von Interesse. Es gibt mehrere Möglichkeiten einer Weiterbildung, beispielsweise mit Hilfe eines berufsbegleitenden Studiums oder einzelner Seminare.

  • Was ist das Ziel einer ergotherapeutischen Fortbildung oder Weiterbildung?

    Im Vordergrund steht das Ziel der Kompetenzerweiterung. Nach der Ausbildung, die die Grundlagen der Ergiotherapie für eine gute Basis legt, sollen Fort- & Weiterbildungen dazu dienen, sich weiterzuentwickeln. Außerdem hat man so die Chance, sich auf einen Schwerpunkt im Bereich des Heilberufs zu spezialisieren.

  • Welche Fortbildungen und Weiterbildungen außerhalb des ergotherapeutischen Bereichs sind sinnvoll?

    Neben den klassischen Fort-/Weiterbildungen sollten sich Ergotherapeut:innen auch nach Veranstaltungen außerhalb ihres Fachbereichs umschauen. Alternativen wie Qualifizierungen in der Physiotherapie, dem Gesundheitswesen, der Pflege oder dem Sozialwesen können sowohl die eigenen Kompetenzen erweitern als auch gewinnbringende Erfahrungen aufbauen.

  • Welche Fachbereiche bieten sich besonders für Fortbildungen und Weiterbildungen an?

    Die Ergotherapie kommt in vielen Bereichen zum Einsatz. Deswegen ist es sinnvoll, nach dem abgeschlossenen Ausbildungsprozess Weiterbildungen zu besuchen und somit fachliche Kompetenzen fortzubilden und thematische Schwerpunkte zu setzen. Spannende Fachbereiche stellen die Geriatrie, Psychiatrie, soziale Arbeit, Psychotherapie und die Pädiatrie dar.

  • Wie viele Angebote für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten gibt es auf fobimarkt?

    Zum aktuellen Zeitpunkt können auf fobimarkt 77 Fort- & Weiterbildungen mit dem Schwerpunkt Ergotherapie gebucht werden. Das Angebot wird jedoch von Tag zu Tag ausgebaut, sodass sich die Anzahl der Veranstaltungen stetig erhöht. Unter den bereits verfügbaren Angeboten finden sich beispielsweise Kurse zu Bewegungstherapie und mentalen Übungen wider.

  • Wie oft muss ich Fortbildungen und Weiterbildungen machen?

    In Deutschland gilt seit 2007 eine Fortbildungsverpflichtung, die auch den Beruf der Ergotherapeut:innen miteinschließt. Die Therapeut:innen sind dazu verpflichtet innerhalb von 4 Jahren 60 Fortbildungspunkte zu sammeln. Ein Fortbildungspunkte entspricht dabei einer Unterrichtseinheit von 45 Minuten. Somit kommt man insgesamt auf 2.700 Minuten Fortbildungsunterricht.

  • Was sind Fortbildungspunkte?

    Fortbildungspunkte sind eine Möglichkeit die Fortbildungstätigkeit von Berufsfachkräften zu quantifizieren und nachzuweisen. Fortbildungspunkte besitzen in der Medizin und in der Therapie (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie) die Funktion, Qualitätsstandards in der Arbeit zu sichern. Gesetzliche Fortbildungsverpflichtungen sorgen dafür, dass innerhalb eines bestimmten Zeitraums eine konkrete Anzahl an Fortbildungspunkten (FP) erbracht werden muss.