Du+Ich-Konzept

Das „Du+Ich-Konzept“ ist ein familienzentrierter ergotherapeutischer Leitfaden bei zur Förderung der Lernkompetenzen. Die therapeutische Begleitung der Familien hat zum Ziel, Ressourcen zu erkennen und zu aktivieren und die Kompetenzen langfristig zu stärken. Dazu zählt auch die Fähigkeit der Eltern, ihr Kind unterstützend auf dem Weg zum erfolgreichen und selbstregulierten Lernen zu begleiten.

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Du+Ich-Konzept

Immer häufiger werden Ergotherapeuten mit der Herausforderung konfrontiert, Kinder darin zu unterstützen, die Hausaufgaben- und Lernanforderungen zu bewältigen. Viele Kinder verbringen tagtäglich sehr viel Zeit damit, besonders dann, wenn Schwierigkeiten in der Schule auftreten und die Noten nicht den Erwartungen entsprechen. Diese Schwierigkeiten beeinflussen meist den ganzen Alltag der Familie. 

Das Du+Ich-Konzept wurde von Sara Hiebl und Anja Junkers aus der Praxis für die Praxis entwickelt und arbeitet familienzentriert. Eine Veränderung im Lern- und Leistungsverhalten des Kindes ist nachhaltig nur unter Einbezug der Familie möglich. 

Die therapeutische Begleitung der betroffenen Familien hat zum Ziel, Ressourcen zu erkennen und zu aktivieren und Fähigkeiten und Fertigkeiten langfristig zu stärken. Dabei geht es nicht allein um die Kompetenzen des Kindes, sondern besonders auch um die Fähigkeiten der Eltern, ihr Kind unterstützend auf dem Weg zum erfolgreichen und selbstregulierten Lernen zu begleiten.

Neben dem konzepteigenen Stellschraubenmodell© zur Darstellung der Vielschichtigkeit von Hausaufgabenmachen und Lernen, enthält das Konzept ein fundiertes Befunderhebungs- und Reevaluierungsinstrument. Die elterliche Einschätzung wird mithilfe von Bildkarten sowie Fragen zu förderlichen und hinderlichen Faktoren erhoben. Dabei werden die Rolle der Eltern sowie die Rolle des Kindes beleuchtet und gleichzeitig der Fokus auf tätigkeits- und/oder umfeldbezogene Aspekte gelegt. Das sich gegenseitige Bedingen von Familie, Tätigkeit und Umfeld wird somit schon während der Befunderhebung betont. Die Auswertung ermöglicht es den Familien und dem Therapeuten sehr schnell zu erfassen, in welchen Bereichen ein Interventionsbedarf vorliegt. Auch ist zu erkennen, ob dieser eher bei den Eltern oder bei dem Kind liegt. Schwierigkeiten werden dabei als noch zu erlernende Fähigkeiten und Fertigkeiten betrachtet. Gemeinsam mit den Eltern werden die Interventionsmöglichkeiten besprochen und die Familie wählt die für sie passenden aus. 

Folgende Interventionsmöglichkeiten bieten die therapeutische Grundlage im Konzept: ein lösungsorientiertes Elterncoaching, die handlungsorientierte Betätigungsbefähigung des Kindes, eine Lernberatung der Eltern (mit oder ohne Kind) sowie die Beziehungsarbeit mit Eltern und Kind. Die Interventionen zielen darauf ab, alltagstaugliche und in der betroffenen Familie anwendbare Lösungen zu finden und die Familien bei der Umsetzung zu begleiten. Die Evaluierung des Behandlungserfolges erfolgt durch eine Zweiterhebung und einen Elternfra-gebogen zur Kompetenzsteigerung aufseiten der Eltern und des Kindes. 

Die Autorinnen bieten sowohl Überblicksseminare zum Konzept als auch Vertiefungsseminare zu den einzelnen Interventionsformen und zum Befunderhebungsseminar an. 

Das Buch ist im Handel erhältlich: Hiebl, S., Junkers, A. (2017). Du+Ich Konzept. Ein familienzentrierter ergotherapeutischer Leitfaden zur Förderung der Lernkompetenzen. Idstein, Schulz-Kirchner Verlag.
 

Zielgruppen

  • Ergotherapeut:in
  • Psychologen/-innen

Tags

  • Pädiatrie
  • Hausaufgaben
  • Lernen
  • familienzentrierte
  • Ergotherapie
  • Ressourcenorientierung
  • Befunderhebung
  • Elterncoaching
  • Beziehungsarbeit
  • Lernberatung
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  • Ergotherapie
Ort
Du+Ich-Konzept
Oberanger 22
82377 Penzberg
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