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Funktionelle Orthonomie und Integration® (FOI®)

Was steckt hinter FOI?

Inhalt dieser Weiterbildung

Was steckt hinter FOI?

Die Funktionelle Orthonomie und Integration (FOI) ist ein eigenständiges, holistisches Therapiekonzept innerhalb der manuellen Therapie, welche die Methode der klassischen Osteopathie mit der der Manuellen Therapie verbindet. Die FOI geht davon aus, dass der Körper auf bereits bestehende oder gerade entstandene Probleme im gesamten Bewegungsapparat in Form eines Kompensationsverhaltens reagiert. In der Regel verteilen sich diese Kompensationen durch den ganzen Körper nach einem relativ festgelegten Muster. Durch verschiedene Belastungen, Haltungsschäden bedingt durch Erkrankungen, aber auch dem einfachen falschen Sitzen oder auch sportlicher Überlastung und diversen Traumata können Teile unseres Bewegungsapparates in Schieflage geraten. Kommt es durch einen solchen Einfluss dazu, dass sich z. B. ein Wirbel verschiebt, entsteht eine Fehlbelastung im Segment und im angrenzenden Bereich. Kompensiert der Körper diese Fehlbelastung weiter, hat dies einen weiteren negativen Einfluss auf unsere gesamte Statik und führt zu zusätzlichen Fehlstellungen. Daher wird in der FOI nie auf das Schmerzgebiet beschränkt behandelt, sondern immer die Zusammenhänge untersucht und behandelt! Die FOI beruht auf langjährigen praktischen Erfahrungen von mehr als 25 Jahren Therapie und auf unzähligen dokumentierten Behandlungen sowohl als Physiotherapeut als auch in enger Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen wie z. B. Orthopäden, Fachärzten aus verschiedenen Bereichen der Medizin, Zahnärzte und Osteopathen.

Behandlung

Du erstellst eine zielgerichtete Anamnese, um einen ersten Befund zu erhalten. Dadurch erhältst du bereits erste Anhaltspunkte, welche Region ein Problem darstellen könnte. Anhand der anschließenden Untersuchung findet man die kompensierten, in Verbindung mit ihrem Problem stehenden Fehlstellungen heraus, um im Anschluss ganzheitlich und mit den neuesten, wissenschaftlich erprobten Techniken aus den Bereichen Osteopathie und Manuelle Therapie zu behandeln. Durch leichten Druck und ruhigen Schüttelbewegungen auf die verschobenen betroffenen Stellen erfolgt die Behandlung und ist für deine Patienten meist sehr angenehm. Im Anschluss an die Behandlung des Therapeuten sollte der Patient 15 Minuten lang spazieren gehen, damit sich die Muskeln, Sehnen und Bänder der neuen Statik anpassen können.

Ausbildung

Die Basisausbildung der FOI® umfasst die Untersuchung und Behandlung am Bewegungsapparat in einem holistischen Konzept. Sie ist aber in Theorie und Praxis ganz unterschiedlich im Vergleich zu gängigen manualtherapeutischen Konzepten.

Für die FOI® ist die Wirbelsäule die zentrale Achse um die sich alles dreht. Sie ist sowohl funktionell als auch nerval die zentrale Schaltstelle, und deshalb in fast allen funktionell bedingten Störungen und Schmerzen der erste Ansatz in Befund und Therapie. Das Facettengelenk und seine Mobilität sind aber nicht der erste Ansatz im Befund und Behandlung, sondern die Statik (Stellung im Raum) der einzelnen Wirbel. Die Statikveränderungen der Wirbel sind die eigentliche Ursache für Blockierungen und Funktionseinschränkungen. Hinzu kommt, dass fast jedes Problem in der Wirbelsäule seine Auswirkungen an den peripheren Gelenken hat. Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass die funktionellen Veränderungen an den peripheren Gelenken mitbehandelt werden, wenn z.B. ein Rückenschmerz vorhanden ist. Oder auch anders gesagt: fast jedes Problem in der Peripherie hat seine Ursache in der Wirbelsäule. Es ist somit unabdingbar, die Wirbelsäule zuerst in ihrer Statik und Funktion zu verbessern, wenn ein peripheres Problem auf Dauer beseitigt werden soll. Im Prinzip ist es gleichgültig wo sich der Schmerz befindet. Um ein Problem dauerhaft zu beseitigen, muss der ganze Körper behandelt werden.

Du lernst die Zusammenhänge in den Kompensationsmechanismen zu untersuchen und diese schnell und nachhaltig umzusetzen.

Dazu benutzen wir ein dreidimensionales Denkmodell. Mit diesem Modell lassen sich alle Gelenke in einer funktionellen Struktur miteinander in Verbindung bringen. So können wir erklären, warum Kniegelenksprobleme Ursache für z. B. Kopfschmerzen sein können, oder Schulterschmerzen als Folge von einem Distorsionstrauma am Fuß auftreten können.

Basis I (Dauer: 3 Tage)

  • theoretische Grundlagen des Konzeptes
  • Untersuchung und Behandlung
    1. Becken
    2. Lendenwirbelsäule
    3. Brustwirbelsäule
    4. Rippen
    5. untere Halswirbelsäule

Basis II (Dauer: 3 Tage)

  • Untersuchung und Behandlung
    1. Kopfgelenke
    2. Hüfte
    3. Knie
    4. Fuß
  • Repetition Basis 1

Basiskurs III (Dauer: 3 Tage)

  • Untersuchung und Behandlung
    1. Schulter
    2. Ellenbogen
    3. Hand
  • Repetition Basis 1 und 2
  • Behandlungsstrategien

Die angegebenen Fortbildungspunkte gelten für: für Physiotherapeuten